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Amtlich República Argentina, Bundesrepublik in Südostamerika mit 2 766 890 km² und fast 40 Mio. Einwohnern, Hauptstadt Buenos Aires.

Land und Leute

Den Westen von Argentinien bildet die Hochgebirgskette der Anden mit zahlreichen Vorgebirgen. Es folgen nach Osten die Steppenebene der Pampas und nach Norden das waldreiche Tiefland des Gran Chaco. Der klimatische Bogen reicht von subtropischen Regionen bis in präpolare Zonen auf Feuerland, wobei die Niederschläge von Osten nach Westen und Süden abnehmen. Die Bevölkerung, zu über 97 Prozent Weiße europäischer Herkunft, ballt sich an den Flüssen Paraná und Uruguay, v. a. an deren Mündung in den Rio de la Plata und weniger dicht an der Atlantikküste.

Wirtschaft

Trotz intensiver Bemühungen um Förderung der Industrie ist Argentinien weiterhin stark agrarisch geprägt, was sich auch an der Ausfuhrpalette zeigt: zu über einem drittel Futtermittel und Getreide, Fette und Fleisch. Die massive wirtschaftliche Krise (mit Inflationsraten von rund 300 Prozent in den 1990er-Jahren; 2003 Staatsbankrott) konnte aufgefangen werden, die Wirtschaft ist schwach, erholt sich aber langsam, der Industriesektor wird gefördert.

Geschichte

Von den Spaniern seit 1516 entdeckt und besiedelt, wurde das Gebiet des heutigen Argentinien 1776 zum Vizekönigreich Rio de la Plata zusammengefasst. 1810 wurde die Unabhängigkeit proklamiert. Nach einer Phase der Prosperität zunächst als Agrarland, dann auch als Industriestaat, stürzte die Weltwirtschaftskrise Argentinien 1929/32 in bis heute nicht umfassend bewältigte soziale und ökonomische Probleme. Es kam zum Aufstand der ausgebeuteten Massen, der "Decamiesados" (Hemdlosen). Sie glaubten in Perón, dem Führer der Arbeiterpartei, den Retter gefunden zu haben und brachten ihn 1946 an die Macht. Doch scheiterte er an Misswirtschaft und Widerstand der Oberschicht, die ihn 1955 durch Militärputsch stürzte. Sein Mythos aber lebte weiter, brachte Perón 1973 nochmals die Präsidentschaft, verblasste aber nach seinem Tod 1974. Das folgende Terrorregime der Militärs zerbrach 1982 an der Niederlage im Krieg gegen Großbritannien um die Falkland-Inseln.

1983 kehrte Argentinien unter Präsident Alfonsín zur Demokratie zurück, und 1989 ballten sich noch einmal die Hoffnungen auf sozialen Ausgleich und trugen den Peronisten Carlos Menem ins Präsidentenamt. Während wechselnder Regierungen stand Argentinien im Jahre 2002 vor dem Staatsbankrott, erholt sich aber seit 2003 langsam wieder. 2008 gründete Argentinien zusammen mit den anderen elf unabhängigen Staaten Südamerikas die Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) nach dem Vorbild der Europäischen Union.